GemeinwohlYoga und Hochsensibilität/Newsletter Dez.2016

Newsletter Dezember 2016

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Liebe Yoga-Interessierte,
wir erleben eine Zeit voller Umbrüche. Auch ich durchlaufe tiefgreifende Veränderungen, die sich
bei meiner Arbeit folgendermaßen niederschlagen: Ich werde keinen Yoga-Vormittagskurs mehr
anbieten. Statt dessen möchte ich verstärkt Wochenendseminare und Kompaktkurse halten. Konkret
plane ich für März ein Seminar zum Thema: ‚Einführung in Yoga-Meditation‘ Mehr dazu im
nächsten Newsletter. Auch inhaltlich schälen sich Kernthemen heraus. Eines davon habe ich in dem
nachfolgenden Artikel über GemeinwohlYoga und Hochsensibilität umrissen. Ich wünsche Euch
viel Freude beim Lesen und alles Gute für das Neue Jahr,
Ulrich Fritsch

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Die nächsten Yoga-Kurse ab Januar 2017
finden in Lich, Carl-Benz-Ring 5 zu folgenden Zeiten statt:

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Kurs 1: Montag, 18.30 – 20.00 Uhr Kursbeginn: 30.1.2017
Kurs 2: Mittwoch, 18.00 – 19.30 Uhr Kursbeginn: 1.2.2017

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Die Kurse montags umfassen 10 Termine bis zum 24.4. und kosten 125,- Euro;
die Kurse mittwochs umfassen 12 Termine bis zum 26.4. und kosten 150,- Euro.
Die Gesetzlichen Krankenkassen erkennen meine Qualifikationen an, sodass eine Rückerstattung
zwischen 75,- und 120,- Euro möglich ist.
Bitte überweisen Sie die Kursgebühr vor Kursbeginn auf mein Konto bei der GLS-Bank.

Kurstermine Kurs 1: Montag, 18.30 -20.00 Uhr:

30.1., 6.2., 13.2., 20.2., 27.2., 20.3., 27.3., 3.4., 11.4., 24.4. 2017

Kurstermine Kurs 2: Mittwoch, 18.00 – 19.30:

1.2., 8.2., 15.2., 22.2., 1.3., 15.3., 22.3., 29.3., 5.4., 12.4., 19.4., 26.4. 2017

Die Kurse werden im Mai bis Ende Juli fortgesetzt.
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Eine Probestunde ist kostenlos, bitte vereinbaren Sie einen Termin.
Anmeldung über meine E-Mail-Adresse.

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Vorabdruck meines Artikels aus dem Deutschen Yoga-Forum 1/2017:

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GemeinwohlYoga und Hochsensibilität.

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„Meine Kreativität bringt die Welt wieder etwas ins Gleichgewicht.“

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Ein ‚gemütliches‘ Beisammensein, die Servietten ordentlich gefaltet. Bloß kein Fleck auf die
Tischdecke! Im Hintergrund schreit die Musik. Der Stress des Kellners hinter dir lässt auch Deinen
Atem stocken. Du spürst seine Anspannung, als wäre es deine eigene. Überall wabern
Gesprächsfetzen und Gerüche durch die Luft: Hier das aufdringliche Parfüm, dort das Lamentieren
über den verpatzten Urlaub – nehmen die anderen auch die Unzufriedenheit und die Sehnsucht
wahr, die in all den Worten mitschwingt? Du spürst die Hilflosigkeit und die Sehnsucht nach Liebe
bei jedem Menschen in dieser Runde.
Die Gespräche werden lauter, damit das Gegenüber, auch redend, einen hören kann. Stress!
Ohrenbetäubendes Brausen in deinem Kopf. Deine Hände sind kalt und schwitzen. Alles stürmt auf
dich ein. Du kannst keine klaren Gedanken mehr fassen. Deine Zellen schreien nach RUHE!
Ein Ufo landet, und du steigst ein. –

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Ich schreibe hier nicht über einzelne Sonderlinge, sondern über eine Personengruppe, die zwischen
15 und 20 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht unabhängig von Geschlecht, ethischer
Herkunft oder kulturellem Hintergrund: über hochsensible Menschen. Sie verfügen über besondere
Gaben, die einer besonderen Pflege bedürfen. Oftmals sind sich Hochsensible dieser besonderen
Fähigkeiten nicht einmal bewusst, oder sie versuchen sie zu verleugnen und zu verdrängen.
Ich schreibe hier von mir und von vielen Klienten und Yogateilnehmern/-innen, die ich im Laufe
der Jahre mit meinem Yogaunterricht bei ihren Entwicklungsprozessen begleiten durfte. Und ich
schreibe über Persönlichkeitsmerkmale, die bei verschiedenen hochsensiblen Menschen ganz
unterschiedlich ausgeprägt und kombiniert sind. Jeder Mensch ist einzigartig und ist so wie er ist
wertvoll.

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I.) Vier Hauptmerkmale von Hochsensibilität
Wir Hochsensible unterscheiden uns in einigen wesentlichen Merkmalen von der übrigen
Bevölkerung. Die US-amerikanische Psychotherapeutin Dr.Elaine Aron, die den Begriff
„Hochsensibilität“ durch ihre Forschungen weltweit bekannt gemacht, definiert
vier Hauptmerkmale von Hochsensibität, die ich im folgenden kurz darstellen möchte:

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1. Sensorische Empfindlichkeit
Hochsensible Menschen nehmen alles sehr genau wahr und haben einen ausgeprägten Blick fürs
Detail. Sie hören, riechen, fühlen und schmecken intensiver und nehmen dadurch mehr wahr als die
meisten anderen Menschen. Deswegen kann ihnen schnell etwas zu viel werden, wie etwa
Geräusche, Menschenmengen oder Lichteinflüsse. Aber auch die Dosierungen bei Medikamenten
kann bei hochsensiblen Menschen anders sein.

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2. Emotionale Intensität
Hochsensible fühlen sehr viel intensiver und lassen sich viel leichter von Erlebnissen mit anderen
Menschen oder der Natur berühren. Viele hochsensible Menschen lieben alle möglichen Arten von
Kunst und drücken sich auch gern darüber aus. Darüber hinaus haben sie eine feine Antenne für
zwischenmenschliche Signale und teilweise für den außersinnlichen Wahrnehmungsbereich
(Telepathie, Kontakt zu feinstofflichen Lebewesen,…).
Hochsensible haben einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Ungerechtigkeit und das Leiden
anderer Lebewesen können sie nur schwer ertragen. Diese Art von Verletzlichkeit entspringt dem
natürlichen Zustand, in dem jeder Mensch auf die Welt kommt. In dieser natürlichen Verletzlichkeit
sind wir offen und reaktionsfähig. Viele Menschen haben diese Fähigkeit, sich von dem Schicksal
anderer Lebewesen berühren zu lassen, eingepackt in eine ‚dicke Haut‘ und dadurch oftmals den
Zugang zu ihrer natürlichen Verletzlichkeit verloren, wohingegen sich Hochsensible diese
kindliche Qualität erhalten haben. Deshalb ist bei Hochsensiblen das Verbundenheitsgefühl mit
Menschen, Tieren und der Natur ausgeprägter und mündet nicht selten im Engagement in sozialen
Projekten oder dem Erhalt der Artenvielfalt.

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3. Gründliche Informationsverarbeitung
Hochsensible Personen neigen dazu, tiefsinnig über sich selbst, über den Sinn des Lebens, über
ethisch-moralisches Verhalten u.ä. nachzudenken, aber auch über Alltagserlebnisse. Sie haben einen
Hang zur Spiritualität, Religiosität und das intensive Traumerleben. Bei anstehenden
Entscheidungen wägen sie alles gründlich ab, was zu Entscheidungsschwierigkeiten führen kann.
Durch die Genauigkeit und Intensität ihrer Wahrnehmung brauchen hochsensible Menschen
teilweise länger bei der Erledigung von Aufgaben. Durch die Kombination aus feiner Wahrnehmung
und Gewissenhaftigkeit entwickeln Hochsensible einen Hang zum Perfektionismus. Dieser
Perfektionismus entspringt der Suche nach Harmonie, Schönheit und Genauigkeit aber nicht einem
zwanghaften Charakter.
Hochsensible sind gute Zuhörer. Tiefgreifende Gespräche sind ihnen sehr wichtig, wohingegen sie
smal talk eher ablehnen.

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4.Übererregung
Durch das intensive Wahrnehmen, einer ausgeprägten Gefühlswelt und gründlichem Nachdenken
kommt es viel schneller zu einer Übererregung und Überforderung des Nervensystems
hochsensibler Menschen. Viele Hochsensible nehmen die Stimmungen anderer Menschen auf und
erleben sie so intensiv, als wären es ihre eigenen. Oftmals fällt es ihnen schwer sich abzugrenzen.
Zudem blenden sie oft ihre eigenen Bedürfnisse zugunsten anderer Menschen oder zugunsten einer
größeren Aufgabe aus, was ihre Unsicherheit in Bezug auf die eigenen Wünsche, Bedürfnisse und
Ziele verstärkt. Nicht selten entsteht daraus eine Hemmung „nein“ zu sagen. Hochsensible werden
von denselben Situationen viel schneller gestresst als weniger sensible Menschen und neigen
deswegen zu Stresszuständen bis hin zur völligen Erschöpfung.

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II):Überlebenshilfen aus dem Yoga (nicht nur) für hochsensible Menschen

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Viele Menschen kommen zum Yoga, weil sie sich Unterstützung bei der Bewältigung ihres Leidens
und ihrer Probleme erhoffen. Und sie dürfen dies zu Recht erwarten, denn die Verringerung und
Überwindung des Leidens ist der Kernanspruch des Yoga. In den letzten Jahren beobachte ich, dass
der Anteil hochsensibler Menschen in meinen Kursen und im Einzelunterricht stetig steigt.
Wenn ich dann die Yoga-Übungen auf die jeweilige übende Person abstimme, stelle ich fest, dass
hochsensible Menschen im Ansatz ein ganz anderes Übungsprogramm benötigen als weniger
sensible Menschen, weil sich ihre Lernziele in einigen Bereichen fundamental von den Lernzielen
weniger sensibler Menschen unterscheiden. Viele Hochsensible haben in entgrenztes Ich,
wohingegen viele weniger sensible Menschen eher dazu neigen, ein übersteigertes Ich bis hin zu
Egozentrik auszubilden. Deshalb ist es für Hochsensible wichtig, das eigene Ich zu stärken, für
eher egoistische Menschen jedoch kommt es darauf an, den Fokus ihrer Aufmerksamkeit auf die
Gefühle anderer Lebewesen zu richten. Der Egoismus ist genauso weit von den eigenen Gefühlen
entfernt wie die entgrenzte Wahrnehmung hochsensibler Menschen. Deshalb wirkt für beide
heilsam, wenn sie ihre eigenen Gefühle spüren lernen.

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Sich im eigenen Körper spüren und erden
Zuerst geht es darum, den eigenen Körper zu spüren, das eigene Körpergefühl immer differenzierter
auszuprägen und sich im eigenen Körper zu erleben. Dies gilt grundsätzlich für jeden Menschen,
der sein Leben selbst in die Hand nehmen möchte. Hochsensible sind jedoch häufig sehr wenig in
ihrem Körper verankert, weil sie so intensiv ihre Umwelt wahrnehmen und benötigen in den
meisten Fällen zu aller erst Erdung. Dies gilt besonders wenn Hochsensible meditieren möchten.
Das Gelingen einer Meditationspraxis setzt bei jedem Menschen voraus, dass er gut in sich selbst
gegründet und ausgeglichen ist. Ansonsten können sich ernste psychische Probleme einstellen. Dies
dies gilt bei hochsensiblen Menschen in besonderem Maß!
Geerdet sein bedeutet, sich nicht nur im Kopf (oder gar außerhalb des eigenen Körpers) zu fühlen,
sondern sich auch im Unterleib zu spüren. Optimal wäre es, wenn man alle Bereiche im Körper
gleichermaßen angenehm belebt spürt.

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Viele Menschen erden sich, indem sie die Natur erleben. Gartenarbeit, Wandern, Barfuß laufen, am
oder im Wasser sein, in die Berge gehen oder alte Bäume aufsuchen, all das wirkt erdend.
Vielseitige körperliche Bewegung, bei der man sich spürt, wirkt erdend. Weitere wichtige Faktoren
sind genügendes, angemessenes und regelmäßiges Essen, ausreichend erholsamer Schlaf und sich
immer wieder Pausen nehmen von Reizüberflutung. Außerdem bietet der Yoga zahlreiche
Körperübungen an, die erdend wirken sowie Übungen, durch die man mit den eigenen Energien im
Körper umgehen lernt, indem man sie gezielt lenkt und verteilt.
Um sich zu erden und in einen ausgeglichenen Gemütszustand zu kommen, hat es sich sehr
bewährt, wenn man sich einen Schutzraum schafft. Solch ein Schutzraum können äußere Kraftorte
sein, die man aufsucht; dies kann das eigene Zimmer sein, das man sich kuschelig einrichtet. Man
kann sich aber auch im eigenen Inneren einen Schutzraum schaffen. Man kann sich im eigenen
Inneren einen Ort erschaffen, zu dem nur man allein Zugang hat.
Der körperorientierte Yoga versteht den eigenen Körper als Tempel der Seele, in dem man sich
Schutz suchend zurückziehen, wohlfühlen und Lebenskraft tanken kann. Im Yoga wird Erdung als
Verbindung verstanden, bei der man in Kontakt mit dem eigenen göttlichen Wesenskern tritt. Aus
dieser Verbindung entsteht mehr als Erdung: es entsteht Heilung!

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Der eigenen Wahrnehmung vertrauen und seinen Wesenskern finden
Sich spüren zu lernen heißt auch, den ersten Impuls unseres Körpers wahrnehmen zu lernen, der auf
einen Reiz aus der Außenwelt folgt. Wir befinden uns in ständiger Wechselwirkung mit unserer
Umwelt, und unser Körper reagiert permanent. Unser Körper besitzt eine große Weisheit, die u.a
darin besteht, das er genau spürt, was uns gut tut und was nicht. Er reagiert im ersten Impuls mit
Ablehnung, Zustimmung oder vielseitigen Zwischentönen. Dadurch erhalten wir eine wertvolle
Unterstützung bei der Bewertung dieser Außenreize. Je achtsamer man die unzähligen
Wechselwirkungen zwischen Körper, Seele, Geist und der Außenwelt spürt, desto mehr Klarheit
erlangen wir und desto besser können wir eine Situation erfassen anstatt sie sogleich zu beurteilen.
Erst wenn ich die Situation genau erfasst habe und mit meinen Bedürfnissen abgeglichen habe, ist
eine Beurteilung möglich, die meine eigenen Bedürfnisse mit einschließt. Auf dieser Basis können
wir einen klaren, eigenen Standpunkt einnehmen.

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Es geht also darum, die eigene Selbstwahrnehmung zu verfeinern. Und es geht darum, sich mit
seinen Empfindungen und Bedürfnissen ernst zu nehmen und der eigenen Wahrnehmung zu
vertrauen. All zu oft versuchen uns andere Menschen einzureden, dass das, was wir spüren, gar
nicht sein könne.

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Viele Hochsensible wachsen mit dem Gefühl auf, etwas stimme mit ihnen nicht. Sie haben
besondere Fähigkeiten und Bedürfnisse,und ihr Verhalten ist für Ihre Umwelt oft
nicht nachvollziehbar. Häufig tritt ihnen deshalb Unverständnis, Ungeduld und Aggression
entgegen, auf das viele Hochsensible ihrerseits mit (Über-)Anpassung und Selbstverleugnung
reagieren. So verlieren sie mit der Zeit den Kontakt zu sich selbst und bilden ein negatives
Selbstbild und Schuldgefühle aus.

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Für alle Menschen ist es wichtig, diese negativen Programmierungen zu erkennen. Sie können
unwirksam gemacht und umprogrammiert werden! Dafür gibt es mittlerweile sehr einfache und
wirksame Heilmethoden. Durch Yoga und Meditation kann man lernen, die Wahrnehmung eines
Sinnesreizes und die Bewertung dieses Sinnesreizes voneinander zu trennen. Das was ich spüre, ist
meine Wahrnehmung; meine Bewertung des Erlebten jedoch ist meistens geprägt durch die
vielfältigen Außeneinflüsse (Erziehung, Vorbilder,…) und der Bewertung anderer Menschen.
Gestalte ich mein Leben auf der Basis der Bewertungskriterien und Normen anderer Menschen,
dann lebe ich das Leben anderer Menschen aber nicht mein Leben !

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Aber man kann sich diese inneren Muster bewusst machen und mit den eigenen Bedürfnissen und
Zielen abgleichen und auf dieser Basis die eigenen Ziele formulieren. Deshalb ist es so wichtig,
sich selbst, die eigenen Bedürfnisse und Gefühle zu spüren, die eigene Besonderheit mehr und
mehr kennenzulernen und sie freudig anzunehmen als mein eigener besonderer Schatz, mit dem ich
durch die Welt gehen darf! Im Yoga lernt man deshalb eine beobachtende Haltung einzunehmen,
mit der man aus einer gewissen inneren Distanz die Vorgänge in sich und um sich herum betrachtet.
Dieser innere Zeuge hilft uns dabei, mit unserem Wesenskern in Berührung zu kommen. Dieser
Wesenskern, das eigentliche Selbst, ist nicht verletzt von den vielseitigen Erfahrungen im Laufe des
Lebens. Spüren wir unseren Wesenskern, dann erleben wir die Kraft, die in uns steckt und können
an unserer Herzenswärme genesen. In dieser Selbstfindung besteht die tiefe Zielsetzung, der Kern
des Yoga!

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III.) Den eigenen Platz finden, die Bedeutung für die Gesellschaft erkennen

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Unsere Gesellschaft gerät zunehmend aus den Fugen. Die einseitige Orientierung auf die Interessen
der Wirtschaft hat die soziale Gestaltung eines würdevollen menschlichen Zusammenlebens aus
dem Blick verloren. Unter diesen Bedingungen haben es hochsensible Menschen besonders schwer,
denn sie verkörpern viele der Eigenschaften und Qualitäten, die in der auf Konkurrenz und
Dominanz des Stärkeren ausgerichteten Lebensweise auf der Strecke geblieben sind und keine
Wertschätzung genießen. Dabei werden gerade diese Eigenschaften und Fähigkeiten dringend
benötigt. Die besonderen Fähigkeiten hochsensibler Menschen sichern das Überleben der
Menschheit und bieten die Grundlage, um ein lebenswertes, auf allgemeinem Wohlergehen und
Zufriedenheit gegründetes Zusammenleben zu gestalten.

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Hochsensible haben schon immer eine zentrale Bedeutung für die menschliche Entwicklung und für
den Fortbestand der Gesellschaft. Als Heiler und Schamane unterstützen sie Menschen, die aus dem
Lot geraten und krank geworden sind, bei ihrem Genesungsprozess. Als Weise und Mystiker stellen
sie die Verbindung zum Universum und den fein stofflichen Kräften her und lehren, wie man
inneren Frieden, inneren Reichtum und zu einer glücklichen Lebensführung findet. Als Künstler
drücken sie ihren inneren Reichtum kreativ aus und bieten anderen Menschen die Möglichkeit, aus
den engen Grenzen des profanen Alltags herauszufinden. Sie alle tragen dazu bei, dass das
Zusammenleben etwas liebevoller und menschlicher wird. „Meine Kreativität bringt die Welt
wieder etwas ins Gleichgewicht“, formuliert es die britische Rapperin Kate Tempest.

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Hochsensible haben ein großes Potenzial, das für soziale Gruppen und die Gesellschaft enorm
wichtig ist. Aufgrund ihrer ausgeprägten Empfindungsfähigkeit spüren sie im privaten wie im
beruflichen Umfeld als Erste, wenn etwas nicht stimmt. Sie bemerken zwischenmenschliche
Spannungen, sich anbahnende Konflikte, Ungerechtigkeiten und finden schneller die Ursachen von
Fehlentwicklungen. Sie sind geduldiger Zuhörer und bringen ein hohes Maß an Verständnis für ihre
Gesprächspartner auf. Mit Hilfe ihrer Fähigkeiten lassen sich bereits im Vorfeld Konflikte
gewaltfrei lösen, dies gilt im privaten wie im gesellschaftlich-sozialen Bereich. Viele Hochsensible
engagieren sich im sozialen Bereich. Ohne sie würde unser gesamtes Sozialsystem
zusammenbrechen!

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Wenn Hochsensible in Firmen oder in politischen Entscheidungsgremien in den richtigen
Schlüsselpositionen eingesetzt würden und die für sie geeigneten Arbeitsbedingungen hätten,
könnten sie zu einem besseren Betriebsklima und zu einer Optimierung der Arbeitsabläufe
beitragen. Sie können daran mitwirken, wie wirtschaftliche Produktion und der Erhalt bzw. die
Wiederherstellung der natürlichen Lebenskreisläufe Hand in Hand gehen können oder wie
politische Rahmenbedingungen geschaffen werden könnten, in denen die Entwicklung der
(zwischen-) menschlichen Potenziale gefördert und ein friedliches und glückliches Zusammenleben
erreicht werden kann. –

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Die Türen des Ufos öffnen sich, und Du steigst aus: gestärkt, verbunden und voller Zuversicht.
Du bist dir wieder ein Stück näher gekommen.

 Ulrich Fritsch, Lich 27.12.2016
 www.gemeinwohlyoga.de
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