{"id":431,"date":"2017-01-02T09:25:08","date_gmt":"2017-01-02T08:25:08","guid":{"rendered":"http:\/\/gemeinwohlyoga.de\/?p=431"},"modified":"2017-01-02T10:00:14","modified_gmt":"2017-01-02T09:00:14","slug":"gemeinwohlyoga-und-hochsensibilitaetnewsletter-dez-2016","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gemeinwohlyoga.de\/index.php\/2017\/01\/02\/gemeinwohlyoga-und-hochsensibilitaetnewsletter-dez-2016\/","title":{"rendered":"GemeinwohlYoga und Hochsensibilit\u00e4t\/Newsletter Dez.2016"},"content":{"rendered":"<p>Newsletter Dezember 2016<\/p>\n<p>.<br \/>\nLiebe Yoga-Interessierte,<br \/>\nwir erleben eine Zeit voller Umbr\u00fcche. Auch ich durchlaufe tiefgreifende Ver\u00e4nderungen, die sich<br \/>\nbei meiner Arbeit folgenderma\u00dfen niederschlagen: Ich werde keinen Yoga-Vormittagskurs mehr<br \/>\nanbieten. Statt dessen m\u00f6chte ich verst\u00e4rkt Wochenendseminare und Kompaktkurse halten. Konkret<br \/>\nplane ich f\u00fcr M\u00e4rz ein Seminar zum Thema: \u201aEinf\u00fchrung in Yoga-Meditation\u2018 Mehr dazu im<br \/>\nn\u00e4chsten Newsletter. Auch inhaltlich sch\u00e4len sich Kernthemen heraus. Eines davon habe ich in dem<br \/>\nnachfolgenden Artikel \u00fcber GemeinwohlYoga und Hochsensibilit\u00e4t umrissen. Ich w\u00fcnsche Euch<br \/>\nviel Freude beim Lesen und alles Gute f\u00fcr das Neue Jahr,<br \/>\nUlrich Fritsch<\/p>\n<p>____________________________________________________________________________________________________________<br \/>\n<strong>Die n\u00e4chsten Yoga-Kurse ab Januar 2017<\/strong><br \/>\nfinden in Lich, Carl-Benz-Ring 5 zu folgenden Zeiten statt:<\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>Kurs 1: Montag,<\/strong> 18.30 \u2013 20.00 Uhr Kursbeginn: 30.1.2017<br \/>\n<strong>Kurs 2: Mittwoch<\/strong>, 18.00 \u2013 19.30 Uhr Kursbeginn: 1.2.2017<\/p>\n<p>.<br \/>\nDie Kurse montags umfassen 10 Termine bis zum 24.4. und kosten 125,- Euro;<br \/>\ndie Kurse mittwochs umfassen 12 Termine bis zum 26.4. und kosten 150,- Euro.<br \/>\nDie Gesetzlichen Krankenkassen erkennen meine Qualifikationen an, sodass eine R\u00fcckerstattung<br \/>\nzwischen 75,- und 120,- Euro m\u00f6glich ist.<br \/>\nBitte \u00fcberweisen Sie die Kursgeb\u00fchr vor Kursbeginn auf mein Konto bei der GLS-Bank.<\/p>\n<p><strong>Kurstermine Kurs 1:<\/strong> Montag, 18.30 -20.00 Uhr:<\/p>\n<p>30.1., 6.2., 13.2., 20.2., 27.2., 20.3., 27.3., 3.4., 11.4., 24.4. 2017<\/p>\n<p><strong>Kurstermine Kurs 2<\/strong>: Mittwoch, 18.00 &#8211; 19.30:<\/p>\n<p>1.2., 8.2., 15.2., 22.2., 1.3., 15.3., 22.3., 29.3., 5.4., 12.4., 19.4., 26.4. 2017<\/p>\n<p>Die Kurse werden im Mai bis Ende Juli fortgesetzt.<br \/>\n.<br \/>\nEine Probestunde ist kostenlos, bitte vereinbaren Sie einen Termin.<br \/>\nAnmeldung \u00fcber meine E-Mail-Adresse.<\/p>\n<h6>____________________________________________________________________________________________________________<br \/>\nVorabdruck meines Artikels aus dem Deutschen Yoga-Forum 1\/2017:<\/h6>\n<p>.<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>GemeinwohlYoga und Hochsensibilit\u00e4t.<\/strong><\/span><\/p>\n<p>.<br \/>\n<em>\u201eMeine Kreativit\u00e4t bringt die Welt wieder etwas ins Gleichgewicht.\u201c<\/em><\/p>\n<p>.<br \/>\nEin \u201agem\u00fctliches\u2018 Beisammensein, die Servietten ordentlich gefaltet. Blo\u00df kein Fleck auf die<br \/>\nTischdecke! Im Hintergrund schreit die Musik. Der Stress des Kellners hinter dir l\u00e4sst auch Deinen<br \/>\nAtem stocken. Du sp\u00fcrst seine Anspannung, als w\u00e4re es deine eigene. \u00dcberall wabern<br \/>\nGespr\u00e4chsfetzen und Ger\u00fcche durch die Luft: Hier das aufdringliche Parf\u00fcm, dort das Lamentieren<br \/>\n\u00fcber den verpatzten Urlaub \u2013 nehmen die anderen auch die Unzufriedenheit und die Sehnsucht<br \/>\nwahr, die in all den Worten mitschwingt? Du sp\u00fcrst die Hilflosigkeit und die Sehnsucht nach Liebe<br \/>\nbei jedem Menschen in dieser Runde.<br \/>\nDie Gespr\u00e4che werden lauter, damit das Gegen\u00fcber, auch redend, einen h\u00f6ren kann. Stress!<br \/>\nOhrenbet\u00e4ubendes Brausen in deinem Kopf. Deine H\u00e4nde sind kalt und schwitzen. Alles st\u00fcrmt auf<br \/>\ndich ein. Du kannst keine klaren Gedanken mehr fassen. Deine Zellen schreien nach RUHE!<br \/>\nEin Ufo landet, und du steigst ein. &#8211;<\/p>\n<p>.<br \/>\nIch schreibe hier nicht \u00fcber einzelne Sonderlinge, sondern \u00fcber eine Personengruppe, die zwischen<br \/>\n15 und 20 Prozent der Gesamtbev\u00f6lkerung ausmacht unabh\u00e4ngig von Geschlecht, ethischer<br \/>\nHerkunft oder kulturellem Hintergrund: \u00fcber hochsensible Menschen. Sie verf\u00fcgen \u00fcber besondere<br \/>\nGaben, die einer besonderen Pflege bed\u00fcrfen. Oftmals sind sich Hochsensible dieser besonderen<br \/>\nF\u00e4higkeiten nicht einmal bewusst, oder sie versuchen sie zu verleugnen und zu verdr\u00e4ngen.<br \/>\nIch schreibe hier von mir und von vielen Klienten und Yogateilnehmern\/-innen, die ich im Laufe<br \/>\nder Jahre mit meinem Yogaunterricht bei ihren Entwicklungsprozessen begleiten durfte. Und ich<br \/>\nschreibe \u00fcber Pers\u00f6nlichkeitsmerkmale, die bei verschiedenen hochsensiblen Menschen ganz<br \/>\nunterschiedlich ausgepr\u00e4gt und kombiniert sind. Jeder Mensch ist einzigartig und ist so wie er ist<br \/>\nwertvoll.<\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>I.) Vier Hauptmerkmale von Hochsensibilit\u00e4t<\/strong><br \/>\nWir Hochsensible unterscheiden uns in einigen wesentlichen Merkmalen von der \u00fcbrigen<br \/>\nBev\u00f6lkerung. Die US-amerikanische Psychotherapeutin Dr.Elaine Aron, die den Begriff<br \/>\n\u201eHochsensibilit\u00e4t\u201c durch ihre Forschungen weltweit bekannt gemacht, definiert<br \/>\nvier Hauptmerkmale von Hochsensibit\u00e4t, die ich im folgenden kurz darstellen m\u00f6chte:<\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>1. Sensorische Empfindlichkeit<\/strong><br \/>\nHochsensible Menschen nehmen alles sehr genau wahr und haben einen ausgepr\u00e4gten Blick f\u00fcrs<br \/>\nDetail. Sie h\u00f6ren, riechen, f\u00fchlen und schmecken intensiver und nehmen dadurch mehr wahr als die<br \/>\nmeisten anderen Menschen. Deswegen kann ihnen schnell etwas zu viel werden, wie etwa<br \/>\nGer\u00e4usche, Menschenmengen oder Lichteinfl\u00fcsse. Aber auch die Dosierungen bei Medikamenten<br \/>\nkann bei hochsensiblen Menschen anders sein.<\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>2. Emotionale Intensit\u00e4t<\/strong><br \/>\nHochsensible f\u00fchlen sehr viel intensiver und lassen sich viel leichter von Erlebnissen mit anderen<br \/>\nMenschen oder der Natur ber\u00fchren. Viele hochsensible Menschen lieben alle m\u00f6glichen Arten von<br \/>\nKunst und dr\u00fccken sich auch gern dar\u00fcber aus. Dar\u00fcber hinaus haben sie eine feine Antenne f\u00fcr<br \/>\nzwischenmenschliche Signale und teilweise f\u00fcr den au\u00dfersinnlichen Wahrnehmungsbereich<br \/>\n(Telepathie, Kontakt zu feinstofflichen Lebewesen,\u2026).<br \/>\nHochsensible haben einen ausgepr\u00e4gten Gerechtigkeitssinn. Ungerechtigkeit und das Leiden<br \/>\nanderer Lebewesen k\u00f6nnen sie nur schwer ertragen. Diese Art von Verletzlichkeit entspringt dem<br \/>\nnat\u00fcrlichen Zustand, in dem jeder Mensch auf die Welt kommt. In dieser nat\u00fcrlichen Verletzlichkeit<br \/>\nsind wir offen und reaktionsf\u00e4hig. Viele Menschen haben diese F\u00e4higkeit, sich von dem Schicksal<br \/>\nanderer Lebewesen ber\u00fchren zu lassen, eingepackt in eine \u201adicke Haut\u2018 und dadurch oftmals den<br \/>\nZugang zu ihrer nat\u00fcrlichen Verletzlichkeit verloren, wohingegen sich Hochsensible diese<br \/>\nkindliche Qualit\u00e4t erhalten haben. Deshalb ist bei Hochsensiblen das Verbundenheitsgef\u00fchl mit<br \/>\nMenschen, Tieren und der Natur ausgepr\u00e4gter und m\u00fcndet nicht selten im Engagement in sozialen<br \/>\nProjekten oder dem Erhalt der Artenvielfalt.<\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>3. Gr\u00fcndliche Informationsverarbeitung<\/strong><br \/>\nHochsensible Personen neigen dazu, tiefsinnig \u00fcber sich selbst, \u00fcber den Sinn des Lebens, \u00fcber<br \/>\nethisch-moralisches Verhalten u.\u00e4. nachzudenken, aber auch \u00fcber Alltagserlebnisse. Sie haben einen<br \/>\nHang zur Spiritualit\u00e4t, Religiosit\u00e4t und das intensive Traumerleben. Bei anstehenden<br \/>\nEntscheidungen w\u00e4gen sie alles gr\u00fcndlich ab, was zu Entscheidungsschwierigkeiten f\u00fchren kann.<br \/>\nDurch die Genauigkeit und Intensit\u00e4t ihrer Wahrnehmung brauchen hochsensible Menschen<br \/>\nteilweise l\u00e4nger bei der Erledigung von Aufgaben. Durch die Kombination aus feiner Wahrnehmung<br \/>\nund Gewissenhaftigkeit entwickeln Hochsensible einen Hang zum Perfektionismus. Dieser<br \/>\nPerfektionismus entspringt der Suche nach Harmonie, Sch\u00f6nheit und Genauigkeit aber nicht einem<br \/>\nzwanghaften Charakter.<br \/>\nHochsensible sind gute Zuh\u00f6rer. Tiefgreifende Gespr\u00e4che sind ihnen sehr wichtig, wohingegen sie<br \/>\nsmal talk eher ablehnen.<\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>4.\u00dcbererregung<\/strong><br \/>\nDurch das intensive Wahrnehmen, einer ausgepr\u00e4gten Gef\u00fchlswelt und gr\u00fcndlichem Nachdenken<br \/>\nkommt es viel schneller zu einer \u00dcbererregung und \u00dcberforderung des Nervensystems<br \/>\nhochsensibler Menschen. Viele Hochsensible nehmen die Stimmungen anderer Menschen auf und<br \/>\nerleben sie so intensiv, als w\u00e4ren es ihre eigenen. Oftmals f\u00e4llt es ihnen schwer sich abzugrenzen.<br \/>\nZudem blenden sie oft ihre eigenen Bed\u00fcrfnisse zugunsten anderer Menschen oder zugunsten einer<br \/>\ngr\u00f6\u00dferen Aufgabe aus, was ihre Unsicherheit in Bezug auf die eigenen W\u00fcnsche, Bed\u00fcrfnisse und<br \/>\nZiele verst\u00e4rkt. Nicht selten entsteht daraus eine Hemmung \u201enein\u201c zu sagen. Hochsensible werden<br \/>\nvon denselben Situationen viel schneller gestresst als weniger sensible Menschen und neigen<br \/>\ndeswegen zu Stresszust\u00e4nden bis hin zur v\u00f6lligen Ersch\u00f6pfung.<\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>II):\u00dcberlebenshilfen aus dem Yoga (nicht nur) f\u00fcr hochsensible Menschen<\/strong><\/p>\n<p>.<br \/>\nViele Menschen kommen zum Yoga, weil sie sich Unterst\u00fctzung bei der Bew\u00e4ltigung ihres Leidens<br \/>\nund ihrer Probleme erhoffen. Und sie d\u00fcrfen dies zu Recht erwarten, denn die Verringerung und<br \/>\n\u00dcberwindung des Leidens ist der Kernanspruch des Yoga. In den letzten Jahren beobachte ich, dass<br \/>\nder Anteil hochsensibler Menschen in meinen Kursen und im Einzelunterricht stetig steigt.<br \/>\nWenn ich dann die Yoga-\u00dcbungen auf die jeweilige \u00fcbende Person abstimme, stelle ich fest, dass<br \/>\nhochsensible Menschen im Ansatz ein ganz anderes \u00dcbungsprogramm ben\u00f6tigen als weniger<br \/>\nsensible Menschen, weil sich ihre Lernziele in einigen Bereichen fundamental von den Lernzielen<br \/>\nweniger sensibler Menschen unterscheiden. Viele Hochsensible haben in entgrenztes Ich,<br \/>\nwohingegen viele weniger sensible Menschen eher dazu neigen, ein \u00fcbersteigertes Ich bis hin zu<br \/>\nEgozentrik auszubilden. Deshalb ist es f\u00fcr Hochsensible wichtig, das eigene Ich zu st\u00e4rken, f\u00fcr<br \/>\neher egoistische Menschen jedoch kommt es darauf an, den Fokus ihrer Aufmerksamkeit auf die<br \/>\nGef\u00fchle anderer Lebewesen zu richten. Der Egoismus ist genauso weit von den eigenen Gef\u00fchlen<br \/>\nentfernt wie die entgrenzte Wahrnehmung hochsensibler Menschen. Deshalb wirkt f\u00fcr beide<br \/>\nheilsam, wenn sie ihre eigenen Gef\u00fchle sp\u00fcren lernen.<\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>Sich im eigenen K\u00f6rper sp\u00fcren und erden<\/strong><br \/>\nZuerst geht es darum, den eigenen K\u00f6rper zu sp\u00fcren, das eigene K\u00f6rpergef\u00fchl immer differenzierter<br \/>\nauszupr\u00e4gen und sich im eigenen K\u00f6rper zu erleben. Dies gilt grunds\u00e4tzlich f\u00fcr jeden Menschen,<br \/>\nder sein Leben selbst in die Hand nehmen m\u00f6chte. Hochsensible sind jedoch h\u00e4ufig sehr wenig in<br \/>\nihrem K\u00f6rper verankert, weil sie so intensiv ihre Umwelt wahrnehmen und ben\u00f6tigen in den<br \/>\nmeisten F\u00e4llen zu aller erst Erdung. Dies gilt besonders wenn Hochsensible meditieren m\u00f6chten.<br \/>\nDas Gelingen einer Meditationspraxis setzt bei jedem Menschen voraus, dass er gut in sich selbst<br \/>\ngegr\u00fcndet und ausgeglichen ist. Ansonsten k\u00f6nnen sich ernste psychische Probleme einstellen. Dies<br \/>\ndies gilt bei hochsensiblen Menschen in besonderem Ma\u00df!<br \/>\nGeerdet sein bedeutet, sich nicht nur im Kopf (oder gar au\u00dferhalb des eigenen K\u00f6rpers) zu f\u00fchlen,<br \/>\nsondern sich auch im Unterleib zu sp\u00fcren. Optimal w\u00e4re es, wenn man alle Bereiche im K\u00f6rper<br \/>\ngleicherma\u00dfen angenehm belebt sp\u00fcrt.<\/p>\n<p>.<br \/>\nViele Menschen erden sich, indem sie die Natur erleben. Gartenarbeit, Wandern, Barfu\u00df laufen, am<br \/>\noder im Wasser sein, in die Berge gehen oder alte B\u00e4ume aufsuchen, all das wirkt erdend.<br \/>\nVielseitige k\u00f6rperliche Bewegung, bei der man sich sp\u00fcrt, wirkt erdend. Weitere wichtige Faktoren<br \/>\nsind gen\u00fcgendes, angemessenes und regelm\u00e4\u00dfiges Essen, ausreichend erholsamer Schlaf und sich<br \/>\nimmer wieder Pausen nehmen von Reiz\u00fcberflutung. Au\u00dferdem bietet der Yoga zahlreiche<br \/>\nK\u00f6rper\u00fcbungen an, die erdend wirken sowie \u00dcbungen, durch die man mit den eigenen Energien im<br \/>\nK\u00f6rper umgehen lernt, indem man sie gezielt lenkt und verteilt.<br \/>\nUm sich zu erden und in einen ausgeglichenen Gem\u00fctszustand zu kommen, hat es sich sehr<br \/>\nbew\u00e4hrt, wenn man sich einen Schutzraum schafft. Solch ein Schutzraum k\u00f6nnen \u00e4u\u00dfere Kraftorte<br \/>\nsein, die man aufsucht; dies kann das eigene Zimmer sein, das man sich kuschelig einrichtet. Man<br \/>\nkann sich aber auch im eigenen Inneren einen Schutzraum schaffen. Man kann sich im eigenen<br \/>\nInneren einen Ort erschaffen, zu dem nur man allein Zugang hat.<br \/>\nDer k\u00f6rperorientierte Yoga versteht den eigenen K\u00f6rper als Tempel der Seele, in dem man sich<br \/>\nSchutz suchend zur\u00fcckziehen, wohlf\u00fchlen und Lebenskraft tanken kann. Im Yoga wird Erdung als<br \/>\nVerbindung verstanden, bei der man in Kontakt mit dem eigenen g\u00f6ttlichen Wesenskern tritt. Aus<br \/>\ndieser Verbindung entsteht mehr als Erdung: es entsteht Heilung!<\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>Der eigenen Wahrnehmung vertrauen und seinen Wesenskern finden<\/strong><br \/>\nSich sp\u00fcren zu lernen hei\u00dft auch, den ersten Impuls unseres K\u00f6rpers wahrnehmen zu lernen, der auf<br \/>\neinen Reiz aus der Au\u00dfenwelt folgt. Wir befinden uns in st\u00e4ndiger Wechselwirkung mit unserer<br \/>\nUmwelt, und unser K\u00f6rper reagiert permanent. Unser K\u00f6rper besitzt eine gro\u00dfe Weisheit, die u.a<br \/>\ndarin besteht, das er genau sp\u00fcrt, was uns gut tut und was nicht. Er reagiert im ersten Impuls mit<br \/>\nAblehnung, Zustimmung oder vielseitigen Zwischent\u00f6nen. Dadurch erhalten wir eine wertvolle<br \/>\nUnterst\u00fctzung bei der Bewertung dieser Au\u00dfenreize. Je achtsamer man die unz\u00e4hligen<br \/>\nWechselwirkungen zwischen K\u00f6rper, Seele, Geist und der Au\u00dfenwelt sp\u00fcrt, desto mehr Klarheit<br \/>\nerlangen wir und desto besser k\u00f6nnen wir eine Situation erfassen anstatt sie sogleich zu beurteilen.<br \/>\nErst wenn ich die Situation genau erfasst habe und mit meinen Bed\u00fcrfnissen abgeglichen habe, ist<br \/>\neine Beurteilung m\u00f6glich, die meine eigenen Bed\u00fcrfnisse mit einschlie\u00dft. Auf dieser Basis k\u00f6nnen<br \/>\nwir einen klaren, eigenen Standpunkt einnehmen.<\/p>\n<p>.<br \/>\nEs geht also darum, die eigene Selbstwahrnehmung zu verfeinern. Und es geht darum, sich mit<br \/>\nseinen Empfindungen und Bed\u00fcrfnissen ernst zu nehmen und der eigenen Wahrnehmung zu<br \/>\nvertrauen. All zu oft versuchen uns andere Menschen einzureden, dass das, was wir sp\u00fcren, gar<br \/>\nnicht sein k\u00f6nne.<\/p>\n<p>.<br \/>\nViele Hochsensible wachsen mit dem Gef\u00fchl auf, etwas stimme mit ihnen nicht. Sie haben<br \/>\nbesondere F\u00e4higkeiten und Bed\u00fcrfnisse,und ihr Verhalten ist f\u00fcr Ihre Umwelt oft<br \/>\nnicht nachvollziehbar. H\u00e4ufig tritt ihnen deshalb Unverst\u00e4ndnis, Ungeduld und Aggression<br \/>\nentgegen, auf das viele Hochsensible ihrerseits mit (\u00dcber-)Anpassung und Selbstverleugnung<br \/>\nreagieren. So verlieren sie mit der Zeit den Kontakt zu sich selbst und bilden ein negatives<br \/>\nSelbstbild und Schuldgef\u00fchle aus.<\/p>\n<p>.<br \/>\nF\u00fcr alle Menschen ist es wichtig, diese negativen Programmierungen zu erkennen. Sie k\u00f6nnen<br \/>\nunwirksam gemacht und umprogrammiert werden! Daf\u00fcr gibt es mittlerweile sehr einfache und<br \/>\nwirksame Heilmethoden. Durch Yoga und Meditation kann man lernen, die Wahrnehmung eines<br \/>\nSinnesreizes und die Bewertung dieses Sinnesreizes voneinander zu trennen. Das was ich sp\u00fcre, ist<br \/>\nmeine Wahrnehmung; meine Bewertung des Erlebten jedoch ist meistens gepr\u00e4gt durch die<br \/>\nvielf\u00e4ltigen Au\u00dfeneinfl\u00fcsse (Erziehung, Vorbilder,&#8230;) und der Bewertung anderer Menschen.<br \/>\nGestalte ich mein Leben auf der Basis der Bewertungskriterien und Normen anderer Menschen,<br \/>\ndann lebe ich das Leben anderer Menschen aber nicht mein Leben !<\/p>\n<p>.<br \/>\nAber man kann sich diese inneren Muster bewusst machen und mit den eigenen Bed\u00fcrfnissen und<br \/>\nZielen abgleichen und auf dieser Basis die eigenen Ziele formulieren. Deshalb ist es so wichtig,<br \/>\nsich selbst, die eigenen Bed\u00fcrfnisse und Gef\u00fchle zu sp\u00fcren, die eigene Besonderheit mehr und<br \/>\nmehr kennenzulernen und sie freudig anzunehmen als mein eigener besonderer Schatz, mit dem ich<br \/>\ndurch die Welt gehen darf! Im Yoga lernt man deshalb eine beobachtende Haltung einzunehmen,<br \/>\nmit der man aus einer gewissen inneren Distanz die Vorg\u00e4nge in sich und um sich herum betrachtet.<br \/>\nDieser innere Zeuge hilft uns dabei, mit unserem Wesenskern in Ber\u00fchrung zu kommen. Dieser<br \/>\nWesenskern, das eigentliche Selbst, ist nicht verletzt von den vielseitigen Erfahrungen im Laufe des<br \/>\nLebens. Sp\u00fcren wir unseren Wesenskern, dann erleben wir die Kraft, die in uns steckt und k\u00f6nnen<br \/>\nan unserer Herzensw\u00e4rme genesen. In dieser Selbstfindung besteht die tiefe Zielsetzung, der Kern<br \/>\ndes Yoga!<\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>III.) Den eigenen Platz finden, die Bedeutung f\u00fcr die Gesellschaft erkennen<\/strong><\/p>\n<p>.<br \/>\nUnsere Gesellschaft ger\u00e4t zunehmend aus den Fugen. Die einseitige Orientierung auf die Interessen<br \/>\nder Wirtschaft hat die soziale Gestaltung eines w\u00fcrdevollen menschlichen Zusammenlebens aus<br \/>\ndem Blick verloren. Unter diesen Bedingungen haben es hochsensible Menschen besonders schwer,<br \/>\ndenn sie verk\u00f6rpern viele der Eigenschaften und Qualit\u00e4ten, die in der auf Konkurrenz und<br \/>\nDominanz des St\u00e4rkeren ausgerichteten Lebensweise auf der Strecke geblieben sind und keine<br \/>\nWertsch\u00e4tzung genie\u00dfen. Dabei werden gerade diese Eigenschaften und F\u00e4higkeiten dringend<br \/>\nben\u00f6tigt. Die besonderen F\u00e4higkeiten hochsensibler Menschen sichern das \u00dcberleben der<br \/>\nMenschheit und bieten die Grundlage, um ein lebenswertes, auf allgemeinem Wohlergehen und<br \/>\nZufriedenheit gegr\u00fcndetes Zusammenleben zu gestalten.<\/p>\n<p>.<br \/>\nHochsensible haben schon immer eine zentrale Bedeutung f\u00fcr die menschliche Entwicklung und f\u00fcr<br \/>\nden Fortbestand der Gesellschaft. Als Heiler und Schamane unterst\u00fctzen sie Menschen, die aus dem<br \/>\nLot geraten und krank geworden sind, bei ihrem Genesungsprozess. Als Weise und Mystiker stellen<br \/>\nsie die Verbindung zum Universum und den fein stofflichen Kr\u00e4ften her und lehren, wie man<br \/>\ninneren Frieden, inneren Reichtum und zu einer gl\u00fccklichen Lebensf\u00fchrung findet. Als K\u00fcnstler<br \/>\ndr\u00fccken sie ihren inneren Reichtum kreativ aus und bieten anderen Menschen die M\u00f6glichkeit, aus<br \/>\nden engen Grenzen des profanen Alltags herauszufinden. Sie alle tragen dazu bei, dass das<br \/>\nZusammenleben etwas liebevoller und menschlicher wird. \u201eMeine Kreativit\u00e4t bringt die Welt<br \/>\nwieder etwas ins Gleichgewicht\u201c, formuliert es die britische Rapperin Kate Tempest.<\/p>\n<p>.<br \/>\nHochsensible haben ein gro\u00dfes Potenzial, das f\u00fcr soziale Gruppen und die Gesellschaft enorm<br \/>\nwichtig ist. Aufgrund ihrer ausgepr\u00e4gten Empfindungsf\u00e4higkeit sp\u00fcren sie im privaten wie im<br \/>\nberuflichen Umfeld als Erste, wenn etwas nicht stimmt. Sie bemerken zwischenmenschliche<br \/>\nSpannungen, sich anbahnende Konflikte, Ungerechtigkeiten und finden schneller die Ursachen von<br \/>\nFehlentwicklungen. Sie sind geduldiger Zuh\u00f6rer und bringen ein hohes Ma\u00df an Verst\u00e4ndnis f\u00fcr ihre<br \/>\nGespr\u00e4chspartner auf. Mit Hilfe ihrer F\u00e4higkeiten lassen sich bereits im Vorfeld Konflikte<br \/>\ngewaltfrei l\u00f6sen, dies gilt im privaten wie im gesellschaftlich-sozialen Bereich. Viele Hochsensible<br \/>\nengagieren sich im sozialen Bereich. Ohne sie w\u00fcrde unser gesamtes Sozialsystem<br \/>\nzusammenbrechen!<\/p>\n<p>.<br \/>\nWenn Hochsensible in Firmen oder in politischen Entscheidungsgremien in den richtigen<br \/>\nSchl\u00fcsselpositionen eingesetzt w\u00fcrden und<em> die f\u00fcr sie geeigneten Arbeitsbedingungen<\/em> h\u00e4tten,<br \/>\nk\u00f6nnten sie zu einem besseren Betriebsklima und zu einer Optimierung der Arbeitsabl\u00e4ufe<br \/>\nbeitragen. Sie k\u00f6nnen daran mitwirken, wie wirtschaftliche Produktion und der Erhalt bzw. die<br \/>\nWiederherstellung der nat\u00fcrlichen Lebenskreisl\u00e4ufe Hand in Hand gehen k\u00f6nnen oder wie<br \/>\npolitische Rahmenbedingungen geschaffen werden k\u00f6nnten, in denen die Entwicklung der<br \/>\n(zwischen-) menschlichen Potenziale gef\u00f6rdert und ein friedliches und gl\u00fcckliches Zusammenleben<br \/>\nerreicht werden kann. &#8211;<\/p>\n<p>.<br \/>\nDie T\u00fcren des Ufos \u00f6ffnen sich, und Du steigst aus: gest\u00e4rkt, verbunden und voller Zuversicht.<br \/>\nDu bist dir wieder ein St\u00fcck n\u00e4her gekommen.<\/p>\n<pre> Ulrich Fritsch, Lich 27.12.2016\r\n www.gemeinwohlyoga.de\r\n ________________________________________________________________________________<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Newsletter Dezember 2016 . Liebe Yoga-Interessierte, wir erleben eine Zeit voller Umbr\u00fcche. Auch ich durchlaufe tiefgreifende Ver\u00e4nderungen, die sich bei meiner Arbeit folgenderma\u00dfen niederschlagen: Ich werde keinen Yoga-Vormittagskurs mehr anbieten. Statt dessen m\u00f6chte ich verst\u00e4rkt Wochenendseminare und Kompaktkurse halten. 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